Christian Meinhard

Mein Name ist Christian Meinhard, Jahrgang 1961, verheiratet und eine Tochter.

Im Alter von 15 Jahren kam ich aufgrund einer eigenen beeindruckenden Heilung mit der Homöopathie in Kontakt und meine Berufsentscheidung war gefunden. Nach dem Abitur und dem vergeblichen Warten auf einen Medizinstudienplatz, der seinerzeit noch über Losverfahren und zusätzlichem Test vergeben wurde, und mit der fünften Absage, entschied ich mich dann für die Ausbildung zum Heilpraktiker an einer Privatschule in Freiburg i.Br.

Parallel dazu begann mein Selbststudium der Homöopathie, wie es in meiner Generation noch üblich war, denn damals gab es noch keine reinen Homöopathieschulen, wie wir sie heute kennen. Ebenfalls zur gleichen Zeit absolvierte ich eine Ausbildung in Fußreflexzonenmassage und eine zweijährige Ausbildung in Akupunktur. Da mir jedoch beide, sowohl die Akupunktur als auch die Homöopathie, von so großer Tiefe, Tragweite und Stoffmenge schienen, entschied ich mich dafür, nur die Meisterung einer der beiden Künste zu versuchen und so fiel die Wahl auf meine "alte Liebe": die Homöopathie! Es folgten mehrere Seminare, zu Beginn die "Boller Schule", dann Vithoulkas und Geukens, zwei Vertreter der moderneren Homöopathie, Hospitationen bei verschiedenen Kollegen unterschiedlicher Richtungen und schließlich der Beginn einer sechsjährigen Ausbildung bei Mrs. Sheilagh Creasy in Form von mehreren Seminaren und privaten Unterweisungen. Ihr habe ich mein homöopathisches Fundament in der Arbeitsweise nach Hahnemann und nach Kent zu verdanken!

(Das Relief auf dem Foto ist das Geschenk einer Patientin, sie hat "den Homöopathen" perfekt getroffen! Links ist der Hahn(emann), der über die Schulter schaut. Der Homöopath schaut links in eines der vielen Bücher, weitere finden sich unten. Und nach rechts schaut er den aktuellen Patienten an, dem er mit seiner Hand auch den Kopf hoch hält. Die Führung des Patienten ist mindestens so wichtig, wie das Auffinden der richtigen Arznei. Dahinter finden sich weitere zufriedene Patienten, darunter warten die noch leidenden Patienten auf ihren Termin. Was für ein wundervolles Geschenk!)

Vorfahren

Während meiner sechsjährigen Ausbildung eröffnete ich meine Praxis im Herbst 1988 und mit der zunehmenden praktischen Erfahrung führte mich meine weitere Entwicklung zu Bernhard Möller und der von ihm unterrichteten sogenannten "Bönninghausen-Methodik". Damals begann das bis heute anhaltende intensive Studium der Quellen der Homöopathie, selbstverständlich die Schriften von Hahnemann, als deren Entdecker und Begründer, sowie die seiner engsten Schüler: C. von Bönninghausen, G.H.G. Jahr, C. Hering und zahlreicher anderer Homöopathen aus der damaligen homöopathischen Blütezeit in den USA. Dass ich mich in diesem Dschungel der zahlreichen Informationen nicht verirrt habe, verdanke ich Stefan Reis. Durch Norbert Winter, Elmar W. Funk und Rolf Hinderer kam ich zusätzlich mit Boger und seiner Arbeitsweise in Berührung, eine in sich schlüssige und faszinierende Art der Fallanalyse. Und den Kollegen Peter Busch und Jens Ahlbrecht verdanke ich mein tieferes Eindringen in die Schriften von G.H.G. Jahr. 

Zum Studium dieser Quellen gehört auch das Symptomen-Lexikon, nach einer Idee von Hahnemann, mit dessen Prototyp er selbst schon gearbeitet hat. Erst in der heutigen Zeit  konnte dieser Prototyp dank Einsatz der Computertechnik von Uwe Plate perfektioniert und verfeinert werden und wurde von Michael Kohl für den Praxisalltag genauestens erforscht und arbeitstauglich gemacht. Mit diesem idealen Werkzeug, dem Symptomen-Lexikon, sind wir heute wieder in der Lage, ganz im Hahnemann´schen Sinne arbeiten zu können.

Dieser Arbeitsweise nach den Lehren des Gründers der Homöopathie und seinen Schülern aus dieser großen Zeit fühle ich mich verpflichtet, zu denen noch mehrere Namen als die schon genannten aufgeführt werden könnten. Der Vorwurf des "Veralteten" verfängt in der Homöopathie nicht, ist es doch gerade eines ihrer Qualitätszeichen, dass das Damalige in seinen wesentlichen Zügen heute immer noch Gültigkeit hat – ganz im Gegensatz zu den vielen anderen Wissenschaften, vornehmlich auch der konventionellen Medizin, bei denen doch so oft der Satz gilt: "Die Entdeckung von heute ist der Irrtum von morgen.".

(Zu meinen homöopathischen Vorfahren auf dem Foto: In der oberen Reihe, leicht erhöht, Samuel Hahnemann. Links von ihm G.H.G. Jahr und rechts von ihm C. von Bönninghausen und C. Hering, er brachte die Homöopathie in die USA. In der unteren Reihe, leicht erhöht, C.M. Boger, rechts von ihm A. von Lippe und E.A. Farrington, links von ihm Bogers direkter Schüler R.E.S. Hayes und neben ihm meine Lehrerin Sheilagh Creasy. Jeweils aussen, keine Homöopathen, aber zwei wesentliche Schlüsselfiguren für unser heutiges Forschen und Denken: links der Quantenphysiker Wolfgang Pauli und rechts der Tiefenpsychologe C.G. Jung.)